Das Kammerorchester Berliner Cappella ist ein nicht-professionelles
Orchester, dem Instrumentalisten aus unterschiedlichsten Berufszweigen,
u. a. auch Instrumental- und Musiklehrer angehören. In der Besetzung mit
ca. 10-12 Violinen, 4 Bratschen und 3-4 Violoncelli oder in etwas
erweiterter Formation werden regelmäßig Kammerkonzerte mit
Kompositionen aus der Zeit vom Frühbarock bis zur Gegenwart
(s. Konzerte-Rückschau) in Berlin oder an Spielorten außerhalb
der Stadt veranstaltet.
Eine wesentliche Bereicherung für das Kammerorchester bedeutet die Zusammenarbeit
mit verschiedenen Chören, mit denen geistliche und weltliche
Chorwerke vom Barock bis zur Romantik in verschiedenen Kirchen und
Konzertsälen Berlins aufgeführt werden. Dabei wird in der Regel das
Orchester durch Bläser und einzelne Streicher erweitert.
Jeweils einmal pro Woche finden in der Regel über einen Zeitraum von ca. zwei oder drei Monaten
zur Erarbeitung der Chor- und Orchesterprogramme zweistündige Proben statt, die meistens in einer
nahe gelegenen Gaststätte ausklingen.
Für unser Orchester suchen wir versierte Spielerinnen und Spieler, die unsere Geigen und Bratschen verstärken.
Wenn Sie an einer regelmäßigen musikalischen Arbeit (siehe Proben) in einem
von der Mitgliederzahl her überschaubaren Orchester interessiert sind, schreiben
oder mailen Sie uns oder rufen Sie uns einfach an!
Unterstützen können Sie unsere Arbeit gern auch in anderer Form, und
zwar durch eine Spende (siehe Kontakt).
Geschichte des Orchesters
Das Kammerorchester Berliner Cappella wurde 1984 von dem Berliner
Kantor und Organisten Peter Schwarz gegründet und war konzipiert zur
Begleitung des bereits 1965 von ihm gegründeten Chores „Berliner Cappella".
Den gemeinsamen Aufführungen einzelner Bachscher Kantaten innerhalb des
Gottesdienstes folgten zusammen mit der Berliner Cappella Aufführungen
der h-Moll-Messe, der Passionen, des Weihnachtsoratoriums von Bach, des
Requiems von Mozart, des Deutschen Requiems von Brahms und anderer großer
Chorwerke. Daneben fanden regelmäßig eigene Orchesterkonzerte statt.
Aufführungsorte waren Berliner Kirchen, der Kammermusiksaal, die Philharmonie und
das Konzerthaus.
Ab den späten 90er Jahren bekam das Orchester mit Hans-Joachim Greiner,
dem Mitbegründer des „Kreuzberger Streichquartetts" und späteren
Professor für Bratsche an der Berliner Universität der Künste, einen
weiteren Dirigenten, der die Programme der Orchesterkonzerte erarbeitete.
Er hatte bereits einige Zeit die Bratschengruppe des Orchesters angeführt
und zunehmend die Einstudierung des Orchesters übernommen. Mit dem
Ausscheiden von Peter Schwarz als Leiter des Kammerorchesters Berliner
Cappella im Jahre 2001 entstand für das Orchester eine neue Situation,
da es nun sich selber verwalten und organisieren musste.
H. J. Greiner übernahm die musikalische Leitung. Überlegungen zur
Organisationsform führten im Jahre 2002 zur Vereinsgründung. Uns wurde dabei die
Gemeinnützigkeit zuerkannt.
Die Verbindung zum musikalischen Gründer Peter Schwarz riss danach nicht ab.
Mehrere Aufführungen mit dem von ihm neugegründeten „Kammerchor Peter Schwarz"
unter dessen Leitung folgten.
Die Zusammenarbeit mit der Berliner Cappella unter
ihrer neuen Leiterin Kerstin Behnke wurde fortgeführt.
Im Rahmen des Opernforums der Gesangsklasse der UdK Berlin ergaben sich mit den Aufführungen von Pergolesis „La serva padrona" 2004,
Scarlattis Zwischenspiel in 2 Akten „La Dirindina" 2006 und
Ch. W. Glucks Opernserenade „Le Cinesi" 2008 für das Kammerorchester weitere interessante Projekte.
Seit Januar 2008 wird das Kammerorchester von Igor Budinstein,
Solobratscher des Deutschen Sinfonieorchesters und Dirigent (siehe Dirigenten),
geleitet.
In den letzten beiden Jahren ergab sich mehrfach eine Zusammenarbeit mit der Pauluskantorei Zehlendorf
unter deren Leiter Cornelius Häußermann, die auch in diesem Jahr fortgesetzt wird.
Darüber hinaus wurde mit der Berliner Cappella unter Leitung von Kerstin Behnke im
Sommer dieses Jahres ein gemeinsames Konzert durchgeführt (siehe Konzerte - Rückschau).